Rhetorikklub Dresden

Wir haben gelernt

Jeder Klubabend ist gekennzeichnet durch seine Agenda, das Ablaufprogramm eines Abends. Die Agenda gibt den organisatorischen Rahmen vor. Der Inhalt wird von uns frei gestaltet. Wer hält eine Rede und zu welchem Thema? Wer moderiert den Abend mit welchen Hinweisen und Fragen? Wie bewerten wir unserer Qualität der Ausführungen und das Engagement?

Der Zufall wollte es wohl, dass am vergangenen Klubabend unsere Hauptakteure, ob Moderator, Redner oder Bewerter, sich intensiv mit Erkenntnissen und Lebenserfahrungen auseinandergesetzt oder uns mit praktischer Übung und kritischem Geist wachgerufen haben.

Wilfried, unser erster Redner, berichtet in seiner ersten Redeübung von einem für ihn einschneidenden Ereignis, eine an sich kleine Anekdote mit großer Wirkung zu neuer Erkenntnis. Eine Erkenntnis zum wirklich Wichtigem im Leben: Ehrlichkeit währt am Längsten. Sehr bewegend, wie er es geschafft hat in seiner ersten Rede uns zu unterhalten, wie die eigene „Dummheit“ in jungen Jahren zu Klugheit führen kann.

Nicht minder von Erkenntnissen und gelernten Fähigkeiten berichtete uns Enrico, jahrelang schon Toastmaster in München und jetzt bei uns zu Haus. Wie und was hat er als gelernt, als technisch orientierter Mensch, als er sich erstmals der freien Rede stellte? Was hat in getrieben, sich auf zu machen, seine Präsentationen, seine Kommunikation, seine Selbstsicherheit durch üben im Klub auf einen höheres Niveau zu heben?
Eine Menge, wie wir erleben konnten.

Vor jeder beruflichen Herausforderung mit Reden vor Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden steht oft der Einstieg bei einem Unternehmen. Der erste Schritt dazu ist das Vorstellungsgespräch. Sich selbst seinem potenziellen Arbeitgeber vorstellen, die Disziplin üben wir in der freien Rede, so wie es Wilfried und Enrico heute getan haben. Die manchmal darauf folgenden, scheinbar abwegigen Fragen der Personaler zu beantworten ist dagegen eine Hürde, die man geübt haben sollte, dachte sich wohl Adam als Moderator des Abends. Schlagfertig, intelligent und redegewandt überraschen, das hat er von uns im Stegreifredenteil abverlangt.

Wir haben gelernt, dass es sich für jeden lohnt, Abend für Abend zu investieren, sich auf dem Weg zu machen, um die freie Rede zu beherrschen und unsere Schlagfertigkeit zu entwickeln.

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