Rhetorikklub Dresden

Reden lernen durch Reden

Neuigkeiten

Von O bis O

Mit einen Toast auf das neue Jahr, das uns allen Gesundheit, Glück und Erfolg bringen möge, haben wir unser neues Klubjahr eingeläutet. Fünf Wochen „Winterschlaf“ hieß es abzuschütteln, ein Kinderspiel, schon weil unser Moderator Guido mit Begeisterung und rhetorischem Schwung dafür sorgte und Ha mit ihrer ersten vorbereitet Rede uns glänzende Augen zauberte.

Ha, ihr richtiger Name ist Ngoc Ha Doan, berichtet von sich selbst, als sie zum Studieren von Vietnam hierher kam. „Neu in Deutschland war ich im Harz gelandet, dort wo von O bis O, also von Oktober bis Ostern, immer Winter ist. Es war kalt und die Menschen waren freundlich aber schauten etwas grimmig, statt sich wie in meiner Heimat auf der Straße zu treffen und fröhlich zu singen.“

Mit Witz und Charme, mit Emotionen und sorgfältig gewählten rhetorischen Stilmitteln nahm sie uns mit auf ihre Reise. Sie ließ uns an Ihren Erlebnissen und Gefühlen in dieser für sie heimatfernen, anderen Welt teilhaben. Ganz unbemerkt hat sie ihre Talente als Rednerin vor uns aufblitzen lassen.

Wie sie selbst hinterher verriet, war sie sehr erleichtert, die Aufgabe gemeistert zu haben. „Für mich war es trotz der im Studium gehaltenen Vorträgen und Präsentationen keine Selbstverständlichkeit vor einem Publikum frei zu reden. Ich habe dort für meine Redefähigkeit schon einiges gelernt, doch heute habe ich mich freiwillig mit mir selbst konfrontiert. Schon während meiner Rede habe ich gemerkt, was mir leicht und schwer fiel, woran ich arbeite werde.“

Ha ist nun schon viele Jahre in Deutschland. Sie hat hier ihre zweite Heimat gefunden und baut sich eine berufliche Zukunft auf. „Ich kenne das unangenehme Gefühl, wenn plötzlich in einem Vortrag alles weg ist.“ sagt sie und erläutert, dass sie für ihre berufliche Tätigkeit unbedingt Ihre Rhetorik in deutscher Sprache schulen möchte.
Das geht im Klub mit anderen am besten, deshalb ist sie Mitglied geworden

Reinschauen-Mitmachen-Dranbleiben

Ob im Team-Meeting, bei Familienfeiern oder bei Versammlungen im Sportverein, wenn unsere spontanen Wortmeldungen beachtet und angenommen werden sollen, dann ist das Beherrschen der Stegreifrede von unschätzbaren Wert.

Das hat sich auch Sebastian gedacht. Als Moderator des Abends hat er uns im Stile eines Coachs nicht nur Tipps und Tricks zur Stegreifrede an die Hand gegeben sondern mit intensiven praktischen Übungen uns und unsere fünf Gäste überrascht. Unserer Gäste konnten, nachdem sie sich entschlossen hatten bei uns vorbeizuschauen, auch tatkräftig mitmachen. So erlebten sie, wie wir mit effektiven Methoden unsere Rhetorik für den Alltag entwickeln. Sie haben bei Ihrer ersten Stegreifrede gefühlt, wie es gehen kann.

Jeder von Ihnen hat sich wacker geschlagen und danach waren sie einhelliger Meinung, dass sie dranbleiben wollen, weil sie gespürt haben, dass es ihnen hilft ihre Rhetorik und besonders das eigene Selbstvertrauen zu stärken. Jeder von Ihnen wollte sofort zum nächsten Abend wieder dabei sein.

Wenn Du lieber Leser auch mal als Gast hereinschauen möchtest, dann melde Dich an und komm vorbei, mach mit und Du wirst sehen, es lohnt sich dranzubleiben.

Es war einmal

Es war einmal …

„Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte…“

Wer kennt nicht die grimmsche Geschichte von dem kleinen Mädchen mit den Sterntalern, welche wir in der Weihnachtszeit wieder und wieder erzählt bekommen.
Erst fühlen wir uns gerührt vom Elend des Mädchens, Ihrer Selbstlosigkeit und Barmherzigkeit für andere. Umso mehr erfreuen wir uns mit ihr dann kindisch über die plötzliche Wendung für Ihren Lohn zu Reichtum und Glück.

Rührende Geschichten erzählen zu können, auch das ist bei uns eine Übung für bessere Rhetorik.

Sabrina hat sich letzten Donnerstag dieser Herausforderung mit Bravour gestellt und uns mit der traurigen Gestalt von Karl konfrontiert. Sie hat uns gezeigt, wie wenig es braucht, berührt zu sein und mit welchen Stilmitteln plötzlich ein Lächeln auf dem Gesicht erzeugt werden kann. Es war für sie eine Herausforderung das Projekt „Rührende Geschichte“ umzusetzen. Das Projekt verlangte von ihr, eine Gefühlswelt bewusst zu erfassen und rhetorisch erlebbar zu machen.

Sabrina hat uns ein Vorbild gegeben, wie jeder mit etwas Übung die Fähigkeit erlernen kann, mit Sprache, Mimik und Gestik die gewollten Emotionen erzeugen zu können um schlussendlich bei uns, den Zuhörern, an unser Gewissen an unsere Moral zu appellieren. Denn wir brauchen rührende und freudige Geschichten, Tag für Tag, weil sie uns dazu motivieren Berge zu versetzen.

Übung, Anspannung und (Stegreif)Reden

Als es am vergangenen Donnerstag 19 Uhr schlug, eröffneten wir unseren 23. Klubabend!

Vor allen Anwesenden entfaltete sich eine reiche Agenda, die nicht nur unseren traditionellen Stegreifredenteil, sondern auch eine vorbereitete Rede ankündigte. Unser Präsident eröffnete den Klubabend und begrüßte alle Teilnehmer. Unter die Mitglieder hatten sich auch einige Gäste gemischt, die mit zurückhaltender Spannung die Atmosphäre einfingen und sogleich freudig davon berichteten, was sie dazu bewog unsere Veranstaltung zu besuchen. Übung und Souveränität in den Redefluss zu bekommen waren die zentralen Argumente.

Nach der Vorstellung der Gäste wurde geübt!

Der Moderator des Abends leitete eine kurze Übung zur Lockerung der Stimme an und noch bevor Stegreifreden den Raum erfüllen sollten, schritt unser Mitglied Seabstian an das Rednerpult, um sein zweites Redeprojekt „ELBE, ImpactFactor & Co.“ vorzustellen. Er hatte die Aufgabe seine Rede durchdacht zu gliedern und zu strukturieren. Nach den ersten Sätzen löste sich seine Anspannung und er machte die Zuhörer nicht nur mit seinen Aufgaben aus seinem vergangenen Praktikum vertraut sondern bewies, dass selbst Professoren und Doktoren ihre ganz „menschlichen“ Eigenarten haben.

Abschließend wurden Stegreifreden durchgeführt, bei welchen jeder Anwesende zu einem ihm unbekannten Thema seiner Kreativität freien Lauf lassen konnte. Alle Redner sollten das Publikum in bis zu zweieinhalb Minuten von ihrer Performance und Lösung überzeugen. Im Anschluss daran wurde der beste Stegreifredner gekürt und unser Präsident schloss den Abend mit dem Wort der Gäste, die allesamt ihre Eindrücke des Abends schilderten.

23. Klubabend

Am 27.10. wird unser Mitglied Isabell ihr drittes Redeprojekt dem Publikum im Bundschuhtreff präsentieren!

 

Das Eisbrechen – ’s is‘ oall’s zu woasse gutt!

Vergangenen Donnerstag hatten wir wieder einmal eine Prämiere: Eine Eisbrecherrede.

Unser neues Mitglied Sebastian „sprang“ ins kalte Wasser und hielt seine allererste Rede in unserem Klub. Um das „Eis zu brechen“ wird diese bei uns als „Eisbrecherrede“ bezeichnet. In seiner Rede mit dem spannenden Titel „’s is‘ oall’s zu woasse gutt!“ berichtete uns Sebastian, warum seine Oma immer „Es ist alles zu etwas gut“ gesagt hat, er kein Pilot, sondern Polizist wurde und weshalb er heute nochmal angefangen hat zu studieren. Diese hervorragende Eisbrecherrede hat uns inspiriert und ermutigt, auch einmal wie Sebastian „ins kalte Wasser zu springen“.

Neben neugierigen Gästen, welche uns aufgrund unseres Artikels in der Sächsischen Zeitung gefunden hatten, hatten wir spannende Stegreifreden „quer durch den Garten“ und konnten einige neue Mitglieder in unserem Klub willkommen heißen.

Das nächste Mal treffen wir uns am 23.06.2016 wieder im Bundschuhtreff Dresden, um wieder bei hoffentlich sommerlichen Temperaturen mit neuen Gästen gemeinsam „ins kalte Wasser zu springen“.

Wer sich bis dahin die Zeit etwas vertreiben möchte, kann unseren SZ-Artikel (sofern ein SZ-Mitgliederkonto vorhanden ist) hier noch einmal nachlesen.

 

Feedback geben durch professionelle Redebewertung

Das hast du gut gemacht! Super Rede!
Schön zu hören, aber was war den nun gut? Was war super?
Warum empfinde ich es nicht so super?
Mein Gefühl sagt mir, die Aussagen können so nicht ganz stimmen!

Welcher Redner, ob bei Firmenpräsentationen, Workshops oder Tischreden bekommt schon eine hilfreiche, professionelle Einschätzung seiner Leistung?
Kein Problem bei uns! Bei uns bekommt jeder Redner ein kurzes, intensives und helfendes Feedback, die Bewertung einer Rede.
Deshalb haben wir im ersten Klubabend im April die Bewertung von Reden in einem Workshop geübt.
Unser Ausbildungschefin Sabrina hat uns durch den Abend geführt, professionell und mit üben, üben, üben.
Danke, Danke ,Danke

Der Vorteil in der Beherrschung des professionellen Feedbacks ist es, im Alltag, besonders im Beruf gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, Kunden, … handwerklich professionell, aufrichtig und hilfreich seine Meinung zu sagen.
Wer das beherrscht vermeidet Fettnäpfchen oder wird als als „Weichspüler“ nicht ernst genommen.

Besuch in Steglitz

Am letzten Mittwoch war er wieder so weit, der Frühjahreswettbewerb der Steglitzer. Zu fünft waren wir zur Unterstützung mit dabei, so wie andere Toastmasters von den Spreerednern oder den Adlershofern.  Wie immer, eine tolle Atmosphäre und phantastisch gute Reden. Es erstaunt uns immer wieder, wie es den Redner gelingt, ihre tiefen Themen in einer 7-Minutenrede unterzubringen. Die Bandbreite reichte von Humor und Leichtigkeit bis zur rührenden Geschichte. Erst recht beim Zielredner für den Bewertungs-Slam. Wir gratulieren den Gewinnern und zur Qualifikation für den Area-Wettbewerb. Wir drücken euch fest die Daumen.

 

 

Kinderfragen – schwere Fragen?

Kinder sehen die Welt mit anderen Augen, denn sie entdecken mit unbeschwerter Neugier diese um sich herum. Was für uns selbstverständlich ist, ist für sie neu und geheimnisvoll. Geheimnisvoll sind oft auch wir als Erwachse mit unserem Verhalten oder Äußerungen.

Doch bald halten sie den Schlüssel zur Erkenntnis fest in der Hand. Sie stellen uns einfach Fragen wie: „Warum kann ich den Regenbogen nicht anfassen?“, „Warum haben Nacktschnecken kein Haus?“, „Wann werden aus Opas Kaninchen Osterhasen?“. Nicht selten stellen sie uns schwer erfüllbare Wünsche „Kann ich einen anderen Namen bekommen? Die anderen finden ihn blöd?“ oder „Wann kauft ihr mir ein Geschwisterchen?“
Dann sind wir gefordert, mit einer Stegreifrede kindgerecht, glaubwürdig und überzeugend zu antworten.

Mit viel Engagement und neuen Erkenntnissen haben wir uns zum gestrigen Stegreifworkshop dieser Herausforderung ob Mitglied, zukünftiges Neumitglied oder Gast gestellt. Die sehr intensive gemeinsame Analyse der vielen Reden haben uns neue Erkenntnisse zu Erfolgsfaktoren im Umgang mit einem schwierigen Publikum geliefert. Jetzt sind wir besser in die Lage selbst die verrückte und abwegige Frage zur Zufriedenheit mit einer Stegreifrede zu meistern.

Glückwunsch an Sebastian für die Kür zum besten Stegreifredner des Abends.

Es war einmal …

„… in einem kleinen Dorf in der Nähe von Königswartha, keine halbe Tagesreise mit der ostkutsche von Dresden entfernt. Da lebte einst ein armer sorbischer Viehhirte mit seiner Frau und dem einzigen Sohn. Er hörte auf den seltenen Namen Krabat. Eines Tages gelangte er in ein Tal bei Schwarz-Kolm. Ein Bach wand sich darin durch Wiese und Wald. An einer Lichtung erhob sich plötzlich eine schwarze, hölzerne Mühle. Das Mühlrad klapperte laut und bedrohlich, klack, klack, klack….“

Mit dieser märchenhaften Geschichte „Die schwarze Mühle“ starteten wir gestern mit Michael mit einer Rede aus dem fortgeschrittenen Redehandbuch „Geschichten erzählen“ in unseren Klubabend.

Mit weit offenen Augen und geräuschlos hörten wir ihm gemeinsam mit 3 Gästen bei seiner mystischen und zauberhaften Geschichte zu.

Neben dieser packenden Erzählung hatten wir unterhaltsame Stegreifreden zum Thema Kundenumgang und einen höchst informativen Bewertungsteil mit vielen Ideen und kreativen Feedbacks rund um die einzelnen Reden.

Das Feedback unseres einen Gastes rundete den Abend ab:

„Aber der Abend war beeindruckend, die Rede von Michael sehr gut und ich habe mich bei euch sehr wohlgefühlt.“