Rhetorikklub Dresden

Archiv des Autor: Steffen Fechner

Ein neuer Rekord

Ein außergewöhnlicher Online-Abend mit neunzehn Teilnehmern und sechs Gästen ist vorbei.
Mit dabei war zahlreicher Besucher aus anderen Klubs wie z. B. München, Berlin und Moskau.

Ein neuer Rekord, der zeigt, wie wichtig es ist, auch online das Reden zu üben.

Den Anfang macht Berndt. Seine vorbereitete Rede hatte den Titel „Humanmedizin“. Eine satirisch witzige Rede über die aktuelle Situation.
Berndt ist gelungen, seine ersten audiovisuellen Erfahrungen noch weiter auszubauen und hat sich, wie er selbst gesagt hat, an „PowerPoint 2.0“ versucht.
Das Ergebnis war alles andere als eine langweilige PowerPoint-Präsentation und wurde von allen Teilnehmern begeisternd aufgenommen.

Im zweiten Teil des Abends standen die beliebten Stegreifreden mit dem Motto „Souvenir“ im Zentrum der Aufmerksamkeit. Dadurch ist es möglich, eine kurze vorbereitete Rede oder eine echte Stegreifrede zu halten.

Das Meinungsspektrum ging weit auseinander. Während es Menschen gibt, die jede Möglichkeit nutzen, sich ein Souvenir zu sichern, macht der ein oder andere nur ein Foto oder hält nur bestimmte Erinnerungen fest.
Egal wer was bevorzugt. Die Souvenirjagd wird wieder aufgenommen. Da sind wir uns ganz sicher.

Kreative Möglichkeiten

Nachdem der vorherige Abend nur aus Stegreifreden bestand, war es wieder Zeit für eine vorbereitete Rede

Berndt hielt seine erste Rede im humorvollen Pfad.
Während der Rede zeigte uns Berndt, wie er mit einfachen Mitteln und etwas Zeit eine Online-Rede aufpeppt.
Mit der Software OBS-Studio war Berndt in der Lage, während der Rede Hintergrundmusik und Bilder einzuspielen.
Richtig eingesetzt lockert das nicht nur eine Rede auf, sondern fesselt das Publikum. Für den Redner ist das auch eine kreative
Herausforderung. Es muss nicht nur inhaltlich eine Rede ausgearbeitet werden. Es müssen auch gekonnt Hilfsmittels ausgesucht und eingesetzt werden.
Nur so kann man das Publikum in seinen Bann ziehen.

Für die Stegreifreden dachte sich Julian etwas besonderes aus. Das Thema waren Homonyme.
Das sind Wörter, die gleich lauten, aber mehrdeutig sind.

Thomas hatte die Herausforderung, etwas zum Wort Kiefer zu erzählen.
Es begann mit einem der größten Dichter und Denker, Johann Wolfgang von Goethe.
Doch er war nicht nur ein Denker. Er liebte die Natur. Er brauchte sie zum Denken.
Was findet man in der Natur? Natürlich Kiefern. Einen Bogen spannte Thomas, indem er erzählte,
dass Goethe auch ein Forscher war. Er hat sogar einen neuen Knochen am Menschen entdeckt. Genauer gesagt den Zwischenkieferknochen.
Wir sehen, dass wir immer etwas im Rhetorikklub dazulernen können.

Dorit hielt einer der schönsten Stegreifreden. Ihre Herausforderung war der Kater. Sie hat gezeigt, wie man eine Geschichte aus der Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft.
Dadurch war Sie in der Lage, Bilder im Kopf des Publikums zu erzeugen.
Sie erzählte, wie auf dem Land groß geworden ist. Selbstverständlich hat man auch dort eine Katze oder genauer einen Kater.
Sie erzählte von einem Holzhäuschen mit Heu, indem sich der Kater immer gewälzt hat. Wenn der Kater dann zum Schmusen kam, roch er perfekt.
Ein anderer Kater ist ihrer Meinung einer, wenn man zu viel Cocktails getrunken hat. Man versucht einen
Fuß aus dem Bett zu bekommen, damit es sich weniger dreht.
Die Quintessenz. Wenn wir uns wieder treffen können, wollen wir einen tollen Abend genießen.

Selbstverständlich ohne Kater.

Reden aus dem Stegreif

Wieder ist ein Treffen Vergangenheit.
Es war ein nicht alltägliches Treffen. Es wurden nur Stegreifreden gehalten. Was ist eine Stegreifrede? Hier bekommt der Redner vom Moderator des Abends ein Thema oder eine Frage gestellt. Es kann sich um ein für den Redner unbekanntes Thema handeln, aber auch etwas total abgedrehtes oder kreatives.
Die Herausforderung besteht dabei, in ein bis zwei Minuten spontan darüber zu reden. Dadurch hat jedes Klubmitglied die Möglichkeit, spezielle Redetechniken zu erlernen oder auszubauen.
Hier kann man z. B. Schlagfertigkeit, Eloquenz, Anekdoten erzählen und vieles mehr üben. Keine Rede ist dadurch wie die andere!

Die nicht so ganz ernsten Reden standen dabei unter einem Motto: „Aus allen das Beste zu machen, was möglich ist“.
Bei Fragen wie „Einen schönen Urlaubsflirt. Mit wem auch immer. Wir wüssten gerne mehr.“ oder „Stell Dir vor Du hast einen Zauberstab. Wirklich alles ist möglich. Was würdest Du Gutes oder Schlechtes damit tun?“ ist das manchmal nicht so leicht.

Auf alle Fälle hatten wir einiges zu lachen. Was will man mehr? Reden üben und Spaß dabei haben!

Neue Jahr, neues Glück

Neues Jahr, neues Glück,

Das dachte sich auch Berndt und hielt seit langer Zeit wieder eine Rede. Seine erste Online-Rede überhaupt.

Er erzählte uns eine Geschichte über ein verlorenes Versprechen. Er nahm uns mit auf einer Reise durch das Leben von Bruno Richard Hauptmann. Angefangen von einer unbeschwerten Kindheit bis zum Erwachsen werden. Vom Krieg und den nachfolgenden Jahren, die man sich nur durch kriminelle Tätigkeiten über Wasser halten konnte.
Von der Suche nach dem Glück in Amerika, dass er dort mit Frau und Kind findet. Doch das Glück wird unterbrochen. Von einem Verbrechen. Das Baby vom Nationalhelden Charles Lindbergh wurde entführt. Er wird als schuldiger ausgemacht. Er wird vom Mob verurteilt. Ohne Beweise findet er den Tod. Sein Versprechen an seiner Mutter, sie wiederzusehen, kann er nicht einhalten.

Berndt zeigte uns eindrucksvoll, wie man eine spannende Rede aufbaut, eine Geschichte erzählt und einen Charakter entwickelt.

Anschließend überraschte Heike die Runde mit witzigen Stegreifreden. Wer weiß schon, dass der 13. Januar in Amerika der Tag des Quietscheentchen (Rubby Duck Day) ist oder der internationale Tag des Pfirsichs?
Die wichtigste Botschaft des Abends kam von Daniel. Seine Stegreifrede vermittelte, dass er nichts von guten Vorsätzen hält. Seine Botschaft ist, nicht auf einen speziellen Tag zu warten, sondern es einfach zu machen!

Das ist doch ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Einfach machen!