Rhetorikklub Dresden

Reden lernen durch Reden

Neuigkeiten

Welt der Wunder

Das letzte Treffen stand unter dem Motto „Sieben Weltwunder – Welt der Wunder“.

Doch bevor das Motto bei den Stegreifreden umgesetzt wurde, gab es eine vorbereitete Rede von Marina.
Es war der Eisbrecher und damit ihre erste Rede. Wie bei jeder ersten Rede war sie innerlich nervös, hat sich das aber nicht anmerken lassen.
Marina erzählte uns kurz und knapp etwas über sich, Ihr Leben und Ihre Hobbys.
Quintessenz der Rede war, dass wir aus unserer Komfortzone ausbrechen sollen.
Wir sollen neugierig auf die Welt und auf den nächsten Tag sein! Für die erste Rede ein großartiges und gelungenes Fazit.

Anschließend ging es mit den Stegreifreden weiter.
Heike, unsere Moderatorin, hatte sich wieder einflussreiche, kreative und fordernde Fragen ausgedacht.
Zum Beispiel sollte Guido als Kameltreiber bei den Pyramiden den Touristen ein größtmögliches Trinkgeld aus der Tasche leiern.
Julian wurde gefragt, warum ein Lächeln im Alltag Wunder bewirken kann.

Ein rundum gelungener Abend ist damit vorbei.
Seiten wir neugierig und freuen uns auf den Nächsten!

Lebensfragen

Nach den Workshops über Stegreifreden und wie wir diese meistern können, war es mal wieder an der Zeit für Mitglieder und Gäste Fragen aus dem Leben zu beantworten.
Haben die Workshops geholfen? Konnten die Mitglieder Fragen wie

  • Was wäre, wenn Menschen Eier legen würden?
  • Warum hat Tarzan keinen Bart?
  • Warum sind beide Elternteile von Spongebob rund, während er quadratisch ist wie ein Küchenschwamm?
  • Gibt es Gespenster?
  • Ist das Kunst oder kann das weg?

beantworten? Und wie das konnten! Die größte Herausforderung bei solchen Fragen ist, sie nicht ernsthaft oder realistisch zu beantworten. Hier ist jede Menge Kreativität, Fantasie und ein wacher Geist gefragt.
Das haben Mitglieder wie Gäste beeindruckend gezeigt.

Nicht nur den Mitgliedern hat das sichtlich Spaß gemacht, auch unsere Gäste haben sich an der einen oder anderen Frage probiert.
Das ist doch das Schönste am Rhetorikklub. Wir üben zu reden und haben Spaß dabei!

Langweilige Themen?

Reden lernt man nur durch reden, sagte bereits der römische Rhetoriker Cicero.
Doch worüber reden, wenn einem nichts einfällt oder einem nur langweilige Themen einfallen?
Es gibt aber keine langweiligen Themen, sondern nur langweilige Vortragende! Auch ein auf den ersten Blick
uninteressantes Thema lässt sich so aufbereiten, dass die Zuhörer davon profitieren können.

Doch wie kann das umgesetzt werden? Das war die Herausforderung unseres letzten Workshops: „Schnell und einfach
zur nächsten Rede.“

Wir haben gelernt, dass jede Rede ein Anliegen, eine Botschaft oder eine Absicht haben muss. Sind wir uns dessen im Klaren, dann können wir von dem Ende her eine Rede konstruieren.
Es werden Informationen gesammelt. Die Rede wird strukturiert und weiter verfeinert. Als Hilfsmittel wurden verschiedene Techniken, Kreativitätsübungen und Werkzeuge vorgestellt.

Das Highlight war eine kleine Gruppenarbeit, bei der innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten eine Rede entwickelt wurde. Das Resultat waren kleine Reden, die informativ, überzeugend, motivierend oder unterhaltend waren.

Unsere Gäste – ja selbst erfahrende Mitglieder – waren überrascht, wie schnell und einfach es ist, eine Rede zu entwerfen.


Ein voller Erfolg!

Die Kunst von Stegreifreden

In den letzten drei Treffen drehte sich alles um das erfolgreiche Halten von Stegreifreden.
Dazu haben sich unsere beiden Moderatoren Guido und Heike etwas Besonderes ausgedacht.
Ein Stegreifredenabend gemischt mit einem Workshop. Theorie mit angewandter Praxis!

Zuerst haben wir uns gefragt, ob das klappt? Und wie das klappt!

Von einem erfahrenen Mitglied wurde mittels einer Stegreifrede das jeweilige Prinzip erklärt.
Dazu wurden die folgenden Techniken gezielt ausgewählt.

  • Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft
  • Pro und Kontra
  • Storytelling
  • Vision und Traum
  • Idee und Weg der Entwicklung
  • Abseits
  • Eigene Befindlichkeit

Danach hatte ein anderes Mitglied oder ein Gast Gelegenheit, die Technik sofort auszuprobieren.
Durch Wiederholungen wurde das Ganze noch mal gefestigt.

Die Mitglieder und Gäste waren begeistert. Vor allem die Gäste bekamen konkrete Vorschläge und Empfehlungen an die Hand.
Dadurch ist selbst unseren unerfahrenen Gästen leicht gefallen, spontan eine Rede zu halten. Egal zu welchen Thema oder Frage!

Wer nur einige dieser Prinzipien beherrscht und regelmäßig übt, der ist fürs Leben gewappnet.
Garantiert!

Die Kunst des guten Feedbacks

Der vergangene Abend stand im Zeichen des Workshops. Unser langjähriges und erfahrenes Mitglied Enrico hatte sich das Ziel gesetzt, uns und unsere Gäste in die Welt des guten Feedbacks zu entführen.

Doch was sind Feedback bzw. Rückmeldungen? Was macht ein gutes Feedback aus?

Rückmeldungen zum eigenen Redeverhalten sind das Herzstück eines jedes Toastmaster-Treffens. Für manche Toastmaster gehört die „Bewertungsrede“ gar zu den Lieblingsdisziplinen. Denn in einer gelungenen Bewertungsrede spiegeln sich viele Aspekte guter Kommunikation wieder. Dazu gehören Beobachten, Zuhören und wertschätzend und präzise präsentieren. Eine wichtige Maxime der Toastmasters lautet daher: „Wenn Du Deine Redekunst verbessern willst, solltest Du lernen, wie Du hilfreiche Bewertungen abgibst“.

Bewertungen ermutigen Redner, weiter zu üben und zu lernen. Mitglieder, die aufmerksame Bewertungen erhalten, fühlen sich gehört und werden motiviert, sich zu verbessern.

Dadurch entwickeln wir uns nicht nur selbst weiter, sondern geben auch anderen die Möglichkeit zu wachsen und das jeden Tag!

Einmalig

Guido, unser Moderater des Abends, hat aus dem Abend etwas Einmaliges gemacht.
Es war ein Stegreifabend, kombiniert mit einem Workshop.

Wir haben gelernt, mit welchen drei Methoden Stegreifreden gemeistert werden können.
Zuerst gab es eine kleine Vorstellung der jeweiligen Methode. Der erste Redner hatte dann die Aufgabe, das ganze noch
mal ausführlicher mit einem kleinen Beispiel zu erklären. Der zweite Redner musste die Methode dann anhand einer
Frage durchführen.

Zuerst war die Methode „Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft“ gefragt. Es ist auch möglich, Zeitstrahl dazu zu sagen.
Der Redner nimmt hier etwas aus der Vergangenheit. Das kann ein persönliches Erlebnis sein oder eine Beobachtung. Dann folgt eine kleine Anekdote aus der Gegenwart. Zum Schluss wird das Ganze mit der Zukunft abgerundet.

Als zweite Möglichkeit wurde das „Pro und Kontra“ vorgestellt. Diese einfache Methode erlaubt es,
zu einem beliebigen Thema, das für und wieder darzustellen. Der Redner kann das ganze dann durch einfache Beispiele untermauern.

Eine etwas herausfordernde Methode ist das „Storytelling“. Hier geht es ganz einfach darum, Geschichten zu erzählen.
Das kann eine persönliche Geschichte sein, die immer gut ankommt oder eine ausgedachte. Jedenfalls ist hier der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Wichtig ist hier, dass es mindestens einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss gibt. Ebenfalls sollte nicht vergessen werden, dass gute Geschichten mit einem guten ersten Satz beginnen.

Mit diesen einfachen Methoden und etwas Übung ist damit jeder in der Lage, aus dem Stegreif eine Rede zu halten, egal zu welchem Thema.


So einfach kann Reden sein.

Fragen über Fragen

Der vergangene Abend war durch Stegreifreden geprägt. Es wurde ein buntes Potpourri aus Fragen und Themen zusammengestellt.
Da gab es z. B vielfältige Fragen, die jeder Mensch sich sicherlich schon einmal gestellt hat. Oder auch nicht.

Thomas hatte die Aufgabe, die Frage zu klären, ob das Essen von Fischen einer Meerjungfrau als Kannibalismus betrachtet wird?
Als Vergleich wurde die allseitsbekannte Arielle gewählt. Quintessenz war, dass doch Arielle keine Kannibalen ist.
Wo er recht hat, hat er recht.

Das war noch nicht alles.

  • Vampir oder Werwolf?
  • Was ist Geschmackskonservatismus und was hat es mit kognitiver Dissonanz zu tun?
  • Sind Bioprodukte aus dem Ausland aufgrund der langen Wege generell weniger nachhaltig?

Das sind nur einige Fragen, die zeigen, wie abwechslungsreich der Abend war.

Am Ende ließ Berndt es sich nicht nehmen, sich an der schwersten aller schweren Fragen zu versuchen.
Der ontologische Spagat zwischen Objekt- und Subjektzurechnung des Tieres?

Nur im Rhetorikklub kann man lernen, solche Fragen elegant zu beantworten, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und daran zu wachsen.

Vertrauen

Das war das zentrale Thema von Enricos Rede.

Was ist eigentlich Vertrauen?
Wo kommt es her?
Was ist die Basis von Vertrauen?

Das sind alles Fragen, die wohl jeder anders beantworten wird.
So scheint Vertrauen ein evolutionärer Prozess zu sein, der vor mehr als 100.000 Jahren begonnen hat, als
unsere Vorfahren in der Savanne gelebt haben. Ohne Vertrauen war es kaum möglich zu überleben.
Ohne dass ich mich auf die anderen Mitglieder meiner Gruppe verlassen kann, auf ihr Wissen oder ihre Fähigkeiten, wird der Jagderfolg ausbleiben. Ebenso bei der Bekanntschaft von Fremden. Haben wir kein Vertrauen, lernen wir womöglich keine neue Ideen und Techniken kennen.
Fortschritt ade.

Um Vertrauen aufzubauen, müssen wir Erwartungen erfüllen. Wir müssen zu unseren Worten stehen und danach handeln.
Ein weiterer Baustein ist Aufmerksamkeit. Die ist heutzutage eine knappe Ressource.
Wollen wir Vertrauen nachhaltig aufbauen, dann müssen wir uns auf unser Gegenüber fokussieren.

Eins hat die Rede jedenfalls beantwortet. Vertrauen ist der Treibstoff unserer Beziehungen.
Er ist wie Kleber, der alles zusammenhält. Es ist der zentrale Wirtschaftsmotor.

Nur wenn die Menschen uns vertrauen, werden sie mit uns durch dick und dünn gehen.

Das ist, was den Rhetorikklub auszeichnet. Jeder kann sich ausprobieren. Jeder kann Fehler machen.
Durch wertschätzendes und konstruktives Feedback sowie durch Unterstützung kann sich jeder weiterentwickeln.
Vertrauen ist unsere Basis.

Wieder zu Hause

Nach langer Zeit war es wieder soweit. Endlich konnten wir einen Abend wieder in unserem Klubraum abhalten. Die Freude war auf allen Seiten sichtlich groß.
Acht Monate lang hieß es, seine Rhetorik über Online-Meetings zu schulen. In dieser Zeit konnten wir viel lernen und uns ausprobieren. Es sind fantastische, multimediale und kreative Reden entstanden, die bisher so nicht möglich waren.

Doch sich live zu treffen, ist etwas vollkommen anderes. Schnell haben wir gemerkt, wie wichtig es war, sich online zu treffen und Reden zu üben.
So war es kein Problem, wieder auf einer „Bühne“ zu stehen und eine Rede aus dem Stegreif zu halten. Das zeigt auch den Unterschied zu reinen Online-Treffen.
Die Bewegung des Redners und die Gestik können hier viel mehr zur Geltung kommen. Eine nicht zu unterschätzende Unterstützung für eine Rede. Aber auch das haben wir trotz langer Pause sehr gut gemeistert.

Heike hatte die Ehre, diesen besonderen Abend zu moderieren. Sie überrascht uns mit dem ungewöhnlichen und anspruchsvollen Thema Blumen. Zu Beginn gab es immer eine kleine Einleitung.
Was sagt die Blume in Speziellen aus? Was hat die Farbe für eine Bedeutung? Eine sehr schöne Moderation, die sehr viel Vorbereitungszeit benötigt. Es gipfelte in Fragen, wie „Welche Empfehlung – Lilie oder Pfingstrose – gibts Du, wenn Du Brautjungfer bist“ oder, „Womit betörst Du uns? Was ist Deine Botschaft an uns?“

Freuen wir uns weitere spannende Abende und Reden. Selbstverständlich in unserem Klubraum.

Honoration

Endlich gab es mal wieder eine vorbereitete Rede von Heike. Ihr Ziel war es, eine Rede zu einem besonderen Anlass zu halten. Bereits im Vorfeld rätselten wir, worum es dabei gehen könnte? Nur der Titel „Honoration“ war uns bekannt.
Wer oder was könnte honoriert werden? Letztendlich hielt Heike eine bewegende Rede über uns, den Rhetorikklub.

Heike erzählte, wie ihre Reise vor achtzehn Monaten begann. Die Probleme mit der Eisbrecherrede. Es galt erst mal einen begehrten Redeplatz zu ergattern. Das war gar nicht so einfach, doch mit Unterstützung der Klubmitglieder eine Aufgabe, die gelöst werden konnte.
Fast war das Ziel erreicht, da kam der erste Lockdown dazwischen. Für alle hieß es, sich nur noch digital zu treffen. Trotzdem ließ Heike es sich nicht nehmen, ihre erste Rede online zu halten.
Auch bedankte Heike sich beim Team der Führungskräfte, die in schwierigen Zeiten den Klub zusammengehalten haben. Besonderen Dank gab es für Enrico, der es durch seine Tatkraft erst möglich gemacht hat, dass wir uns alle online treffen können.

Nach dem ersten Lockdown ging ihre Reise weiter. Die erste Moderation des Abends. Die erste Live-Rede an einem besonderen Ort.
Da wir in unseren Klubraum nicht hinein dürften, dürften wir in die große JohannStadthalle. Selbstverständlich mit großer Bühne.
Dort eine Rede zu halten war ein grandioses Gefühl, vor allem für die erste Rede.
Auch für den Umgang des Klubs mit dem zweiten Lockdown verteilte sie viel Lob und Dank. Wir entwickelten nicht nur neue Redeinhalte, sondern eine eigene Handschrift.
Heikes sichtlich bewegendes Resümee: Das macht uns so schnell keiner nach.

Wir konnten beobachten, dass Heike sichtlich stolz ist, ein Teil dieser Gesellschaft sein zu dürfen.