Rhetorikklub Dresden

Reden lernen durch Reden

Neuigkeiten

Vertrauen

Das war das zentrale Thema von Enricos Rede.

Was ist eigentlich Vertrauen?
Wo kommt es her?
Was ist die Basis von Vertrauen?

Das sind alles Fragen, die wohl jeder anders beantworten wird.
So scheint Vertrauen ein evolutionärer Prozess zu sein, der vor mehr als 100.000 Jahren begonnen hat, als
unsere Vorfahren in der Savanne gelebt haben. Ohne Vertrauen war es kaum möglich zu überleben.
Ohne dass ich mich auf die anderen Mitglieder meiner Gruppe verlassen kann, auf ihr Wissen oder ihre Fähigkeiten, wird der Jagderfolg ausbleiben. Ebenso bei der Bekanntschaft von Fremden. Haben wir kein Vertrauen, lernen wir womöglich keine neue Ideen und Techniken kennen.
Fortschritt ade.

Um Vertrauen aufzubauen, müssen wir Erwartungen erfüllen. Wir müssen zu unseren Worten stehen und danach handeln.
Ein weiterer Baustein ist Aufmerksamkeit. Die ist heutzutage eine knappe Ressource.
Wollen wir Vertrauen nachhaltig aufbauen, dann müssen wir uns auf unser Gegenüber fokussieren.

Eins hat die Rede jedenfalls beantwortet. Vertrauen ist der Treibstoff unserer Beziehungen.
Er ist wie Kleber, der alles zusammenhält. Es ist der zentrale Wirtschaftsmotor.

Nur wenn die Menschen uns vertrauen, werden sie mit uns durch dick und dünn gehen.

Das ist, was den Rhetorikklub auszeichnet. Jeder kann sich ausprobieren. Jeder kann Fehler machen.
Durch wertschätzendes und konstruktives Feedback sowie durch Unterstützung kann sich jeder weiterentwickeln.
Vertrauen ist unsere Basis.

Wieder zu Hause

Nach langer Zeit war es wieder soweit. Endlich konnten wir einen Abend wieder in unserem Klubraum abhalten. Die Freude war auf allen Seiten sichtlich groß.
Acht Monate lang hieß es, seine Rhetorik über Online-Meetings zu schulen. In dieser Zeit konnten wir viel lernen und uns ausprobieren. Es sind fantastische, multimediale und kreative Reden entstanden, die bisher so nicht möglich waren.

Doch sich live zu treffen, ist etwas vollkommen anderes. Schnell haben wir gemerkt, wie wichtig es war, sich online zu treffen und Reden zu üben.
So war es kein Problem, wieder auf einer „Bühne“ zu stehen und eine Rede aus dem Stegreif zu halten. Das zeigt auch den Unterschied zu reinen Online-Treffen.
Die Bewegung des Redners und die Gestik können hier viel mehr zur Geltung kommen. Eine nicht zu unterschätzende Unterstützung für eine Rede. Aber auch das haben wir trotz langer Pause sehr gut gemeistert.

Heike hatte die Ehre, diesen besonderen Abend zu moderieren. Sie überrascht uns mit dem ungewöhnlichen und anspruchsvollen Thema Blumen. Zu Beginn gab es immer eine kleine Einleitung.
Was sagt die Blume in Speziellen aus? Was hat die Farbe für eine Bedeutung? Eine sehr schöne Moderation, die sehr viel Vorbereitungszeit benötigt. Es gipfelte in Fragen, wie „Welche Empfehlung – Lilie oder Pfingstrose – gibts Du, wenn Du Brautjungfer bist“ oder, „Womit betörst Du uns? Was ist Deine Botschaft an uns?“

Freuen wir uns weitere spannende Abende und Reden. Selbstverständlich in unserem Klubraum.

Honoration

Endlich gab es mal wieder eine vorbereitete Rede von Heike. Ihr Ziel war es, eine Rede zu einem besonderen Anlass zu halten. Bereits im Vorfeld rätselten wir, worum es dabei gehen könnte? Nur der Titel „Honoration“ war uns bekannt.
Wer oder was könnte honoriert werden? Letztendlich hielt Heike eine bewegende Rede über uns, den Rhetorikklub.

Heike erzählte, wie ihre Reise vor achtzehn Monaten begann. Die Probleme mit der Eisbrecherrede. Es galt erst mal einen begehrten Redeplatz zu ergattern. Das war gar nicht so einfach, doch mit Unterstützung der Klubmitglieder eine Aufgabe, die gelöst werden konnte.
Fast war das Ziel erreicht, da kam der erste Lockdown dazwischen. Für alle hieß es, sich nur noch digital zu treffen. Trotzdem ließ Heike es sich nicht nehmen, ihre erste Rede online zu halten.
Auch bedankte Heike sich beim Team der Führungskräfte, die in schwierigen Zeiten den Klub zusammengehalten haben. Besonderen Dank gab es für Enrico, der es durch seine Tatkraft erst möglich gemacht hat, dass wir uns alle online treffen können.

Nach dem ersten Lockdown ging ihre Reise weiter. Die erste Moderation des Abends. Die erste Live-Rede an einem besonderen Ort.
Da wir in unseren Klubraum nicht hinein dürften, dürften wir in die große JohannStadthalle. Selbstverständlich mit großer Bühne.
Dort eine Rede zu halten war ein grandioses Gefühl, vor allem für die erste Rede.
Auch für den Umgang des Klubs mit dem zweiten Lockdown verteilte sie viel Lob und Dank. Wir entwickelten nicht nur neue Redeinhalte, sondern eine eigene Handschrift.
Heikes sichtlich bewegendes Resümee: Das macht uns so schnell keiner nach.

Wir konnten beobachten, dass Heike sichtlich stolz ist, ein Teil dieser Gesellschaft sein zu dürfen.

Ängste

Dieses Mal waren wir auf einem imaginären Ärztekongress zu Gast. Das Thema waren Ängste.
Wie wir dabei gelernt haben, gibt es sehr viele Ängste.

Jeder Redner hat die Aufgabe bekommen, eine bestimmte Angst zu erklären, erläutern oder vorzustellen. Leichter gesagt als getan bei Begriffen wie Archeibutyrophobie oder Koumpounophobie.
Eine Taktik sollte hier nicht angewandt werden. Der Redner sollte gar nicht erst versuchen, das zu erklären. Außer er weiß tatsächlich, was Koumpounophobie ist.
Stattdessen wurden viele kreative Reden gehalten. Es wurden unter anderem neue bahnbrechende Produkte zu frei erfundenen Ängsten vorgestellt.
Auch war es möglich, ein Teil des Wortes zu nehmen und eine Rede daraus zu bauen.
Unsere beiden Gäste aus Prag haben sogar gemeinsam eine Rede bzw. einen Dialog zu Peladophobie gehalten. Etwas Vergleichbares hatten wir noch nicht.
Natürlich lag es nahe, bei der Peladophobie etwas über Ängste und Fahrräder zu erzählen.

Natürlich möchte ich noch die Begriffe auflösen. Arachibutyrophobie ist die Angst vor Erdnussbutter. Bei der Koumpounophobie hat man Angst vor Knöpfen. Also z. B. die Knöpfe an Hemden.
Die Peladophobie hat rein gar nicht mir Fahrrädern zu tun. Hier hat man die Angst vor Glatzen.

Redeangst vor Publikum war nicht Teil unseres Kongresses. Dafür gibt es aber auch ein Mittel. Der Rhetorikklub!

Kurios

Berndt überraschte uns mit einer sehr unkonventionellen Rede, die kaum in Worte gefasst werden kann.
Alles begann mit einer Texteinblendung. Die erste Assoziation, die einem in den Sinn kamen, waren Filme wie Terminator oder Running Man. Bereits hier war in den ersten Sekunden große Begeisterung zu spüren.

Als Nächstes sahen wir einen Forscher, der in einem V-Log über seine Erfindung berichtete. Die Massen Aufmerksamkeitswaffe (MAW). Alles hatte einen Flair von Endzeitstimmung.
Durch Einspieler brachte Berndt uns die einzelnen Schritte näher. Von der Aufmerksamkeitsökonomie, Testimonials und ASMR, war alles dabei.
Angereichert wurde das mit subtilen Botschaften und jede Menge Anglizismen.
Schlussendlich wurde uns eine einzigartige Rede präsentiert. So etwas gibt es nur im Rhetorikklub.

Im zweiten Teil überraschte uns Heike mit kuriosen Stegreifreden.
Den Tag der Arbeit oder Pfingsten kennt jeder. Wie sieht es mit dem Tag der verlorenen Socke aus? Oder mit dem Tag des Fahrradflickzeugs?
Beides sind „Feiertage“ im Mai. Von einer Reise nach Schottland zum Welt-Whisky-Tag bis zum Tag des Wanderns waren die Aufgabenstellungen kreativ wie abwechslungsreich.

Können wir das übertrumpfen? Lassen wir uns beim nächsten Abend überraschen.

Piraten

Am vergangenen Abend hatten die Mitglieder reichlich Gelegenheit, Stegreifreden zu üben.
Dieses Mal war viel Kreativität gefragt. Alles drehte sich um die Abenteuer eines Piraten.

Alles fing damit an, der Liebsten zu erklären, das man alles aufgibt, um ein Seeräuberleben zu führen. Daniel versuchte es Ihr mit Schmuck und einem ausschweifenden Leben schmackhaft zu machen.
Sich an Bord mit einem Enterhaken zu schmuggeln, um dann bei der nächsten Rede das Schiff bei einem Kochversuch in Brand zu stecken. Jetzt rede Dich mal dort hinaus. Gar nicht so einfach. Doch Dorit hat es gemeistert.

Natürlich kamen auch Beutezüge und Schätze nicht zu kurz. Erklär doch mal der Mannschaft, dass Du den Schatz ausgeben und nicht vergraben möchtest.

Anschließend waren Überredungskünste gefragt, um nicht als Snack auf dem Grill zu landen. Es ist eine schlechte Idee, seinen Schatz auf einer Kannibaleninsel zu vergraben.

Feierei in Tortuga kam selbstverständlich auch nicht zu kurz. Nach wochenlangen Beutezug auf See in engen Kajüten wollte Heike aber nicht feiern gehen.
Stattdessen gab es ein Ruderboot, ein Held von der Insel und Mondschein. Wer hätte gedacht, dass es romantische Piraten gibt?

Von des Gouverneurs Tochter bis zu einer Marketingkampagne war das Themenspektrum weit gefächert.

Die Zeit verging wie im Flug. Das Resultat waren jede Menge bildhafte, kreative und lustige Geschichten, die den Rednern einiges abverlangt haben. Ohne Schweiß und Tränen (selbstverständlich sinnbildlich gesprochen), kann man auch nicht zum Kapitän der Redner aufsteigen.

Jahrestag

Am heutigen Abend gab es wieder eine vorbereitete Rede mit dem Ziel, dem Publikum etwas für sie Unbekanntes zu präsentieren.
Geendet hat es mit einer Vorstellung von drei skurrilen Produkten, die die eigene Gesundheit befördern sollen. Mehr oder weniger.
Das Publikum hatte seinen Spaß. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass es besser gewesen wäre, sich nur auf ein Produkt zu beziehen und dieses detailliert auseinander zunehmen.
Genau dafür üben wir in diesem geschützten Raum. Wir können uns einfach mal ausprobieren und immer aus dem Feedback anderer lernen.
Bei der nächsten Rede ist es dann möglich, die Kritikpunkte einzuarbeiten. Das macht den Rhetorikklub aus!

Anschließend hat uns Dorit mit besonderen Stegreifreden überrascht. Der Anlass war der Untergang der Titanic vor 109 Jahren.
Uns wurden einige Herausforderungen gestellt.
Thomas sollte die Crew überzeugen, ihn doch an Bord eines Rettungsbootes zu lassen, obwohl doch nur Frauen und Kinder aufgerufen sind.
Um dieses Problem zu lösen, teilte er seine Rede in drei Möglichkeiten auf.
Da es um Leben und Tod geht, Adrenalin aus geschüttet wird, hilft nur heulen, wimmern und schluchzen.
Alternativ schlug er vor, ruhig und sachlich zu bleiben. Man könnte es ja mit Bestechungen versuchen und einen Batzen Geld auf den Tisch legen.
Als Letztes sprach er darüber, einfach frech zu sein. Die Rede endete mit einer filmreifen Schmuggelaktion.

Das hat sich Daniel bei seiner Rede auch gedacht. Er dürfte erklären, wie er Rose überreden kann. Auf dem hölzernen Trümmerteil Platz zu machen. Nachdem er schwimmend und frierend sorgfältig darüber nachgedacht hatte, kam er
zu dem Schluss, Rose doch einfach von der Tür zu stoßen und sich selbst darauf zu legen. Damit hatte er am Ende die Lacher auf seiner Seite.

Sprücheklopfer

Heike hat uns als Moderatorin des Abends nicht im Regen stehen lassen und ein besonderes Thema vorbereitet. Diesmal drehte sich alles um Sprichwörter und Redewendungen.

Wer wollte nicht schon immer wissen, was es bedeutet, wenn man jemanden in seine Schranken verweist oder ihn den schwarzen Peter zuschiebt? Die Redner hatten eine Menge zu tun und kamen mächtig ins Schwitzen. Zum Glück gab es im vorherigen Abend jede Menge Tipps und Tricks, um Stegreifreden zu meistern. Dadurch gab es einen abwechslungsreichen Abend, der von persönlichen Geschichten und Erklärungsversuchen gespickt war.

Ein kurzweiliger und lustiger Abend ist damit vorbei. Freuen wir uns auf den nächsten Abend und lassen uns von herausfordernden Themen und kreativen Reden überraschen.

Stegreifreden meistern

Wieder ist ein toller Stegreifabend vorbei.

Doch dieses mal war er etwas anderes. Ganz am Anfang hat uns Berndt einige Möglichkeiten aufgezeigt, wie man Stegreifreden meistern kann.

Eine Möglichkeit ist die Vision. Das ermöglicht dem Redner eine Frage oder ein gegebenes Thema in die Zukunft zu projizieren.
Fliegende Kühe? Warum nicht! Dieses Mittel ermöglicht es, ein Thema sachlich oder im wahrsten Sinne des Wortes kreativ visionär zu betrachten und eine Zukunft zu malen, die das Publikum inspiriert.

Als Zweites wurde der Zeitstrahl vorgestellt. Hier hangelt sich der Redner von der Vergangenheit bis zur Zukunft. Dadurch ist es möglich, einen einfachen Bogen zu spannen und der Rede einen strukturierten Aufbau zu geben.
Wie war es vor 20 Jahren? Wie ist es heute? Wie wird es in zwanzig Jahren sein? Beantworte diese Fragen und zwei Minuten vergehen wie im Flug.

Eine weitere Möglichkeit ist die Assoziation. Hier darf der Redner einfach mit dem anfangen, was ihm in den Sinn kommt. Egal was ihm einfällt. Er kann Begriffe aus der Frage oder dem Thema nehmen und dann mit anderen
Themen oder Fragestellungen zu verknüpfen. Das bietet die Möglichkeit, einem Thema viele verschiedene Facetten zu verleihen oder Themen mit einander zu verknüpfen, die nicht auf der Hand liegen.

Als Drittes wurde das Pro und Contra vorgestellt. Das ist einfaches Mittel, um bei Stegreifreden zu bestehen. Der Redner kann ein Teil des Themas aufnehmen und das dafür oder dagegen erläutern.
Er hat auch die Möglichkeit beide Seiten zu beleuchten. Doch Vorsicht. Die Rede kann schnell in die Sachlichkeit abrutschen und das Publikum langweilen.
Wer aber einen Hang zum Humor hat, kann das die Rede humoristisch oder satirisch auffrischen. Das Publikum wird es einem danken, sofern die Pointen sitzen. Aber das kann im Rhetorikklub ausgiebig geübt werden!

Als Letztes wurde das Abseits vorgestellt. Dieses Mittel eignet sich hervorragend bei unverschämten Fragen oder wenn einem einfach nichts einfallen will.
Hier hat der Redner die Möglichkeit, ganz bewusst vollkommen vorbei vom Thema zu sprechen. Zum Beispiel ist es möglich, den Fokus auf ein ganz anderes Thema zu lenken. Da war die eine Sache, die ich schon immer unbedingt erzählen wollte.
Es bietet sich aber auch die Möglichkeit, viel zu reden, ohne etwas zu sagen. Letzteres ist die ganz hohe Kunst. Vor allem wenn das Publikum fasziniert zuhört und am Ende ganz genau weiß, dass trotz allem nichts gesagt wurde. Woher kennen wir das wohl?

Egal welches Mittel gewählt wird. Die Zeit wird beim Reden wie im Fluge vergehen. Garantiert!

Ein neuer Rekord

Ein außergewöhnlicher Online-Abend mit neunzehn Teilnehmern und sechs Gästen ist vorbei.
Mit dabei war zahlreicher Besucher aus anderen Klubs wie z. B. München, Berlin und Moskau.

Ein neuer Rekord, der zeigt, wie wichtig es ist, auch online das Reden zu üben.

Den Anfang macht Berndt. Seine vorbereitete Rede hatte den Titel „Humanmedizin“. Eine satirisch witzige Rede über die aktuelle Situation.
Berndt ist gelungen, seine ersten audiovisuellen Erfahrungen noch weiter auszubauen und hat sich, wie er selbst gesagt hat, an „PowerPoint 2.0“ versucht.
Das Ergebnis war alles andere als eine langweilige PowerPoint-Präsentation und wurde von allen Teilnehmern begeisternd aufgenommen.

Im zweiten Teil des Abends standen die beliebten Stegreifreden mit dem Motto „Souvenir“ im Zentrum der Aufmerksamkeit. Dadurch ist es möglich, eine kurze vorbereitete Rede oder eine echte Stegreifrede zu halten.

Das Meinungsspektrum ging weit auseinander. Während es Menschen gibt, die jede Möglichkeit nutzen, sich ein Souvenir zu sichern, macht der ein oder andere nur ein Foto oder hält nur bestimmte Erinnerungen fest.
Egal wer was bevorzugt. Die Souvenirjagd wird wieder aufgenommen. Da sind wir uns ganz sicher.